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Rödl & Partner dehnt seine Präsenz auf Mexiko aus

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5. September 2011
Rödl & Partner fährt einen forschen Expansionskurs – was nicht nur die unmittelbare Konkurrenz zu spüren bekommt. Die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft mit Hauptsitz in Nürnberg hatte unlängst einen hochkarätigen IT-Experten vom Schweizer Pharma-Unternehmen Actelion abgeworben. Diesmal bediente sich Rödl & Partner beim Prüfungsriesen PricewaterhouseCoopers.

Hintergrund ist die Eröffnung von zwei Rödl-Büros in Mexiko. Die Leitung dieser Büros hat der mexikanische Wirtschaftsprüfer José A. García übernommen. García kommt von PricewaterhouseCoopers (PwC), wo er seit 1991 tätig war.

235 Millionen Euro Umsatz

Rödl & Partner verfüge jetzt über 86 Büros in 39 Ländern, heißt es in einer aktuellen Mitteilung der Sozietät. Mit ihren über 3000 Mitarbeitern erwirtschaftete Rödl zuletzt einen Umsatz von 235 Millionen Euro.

„Rödl & Partner wird in Mexiko bald zu den führenden internationalen Gesellschaften zählen“, sagt José A. García. Kein Wunder: Deutsche Unternehmen sind stark vor Ort vertreten. Als größte Exportnation Lateinamerikas ist Mexiko speziell für die deutsche Auto-Industrie ein wichtiger Brückenkopf – auch und gerade für Geschäfte im US-Dollarraum.

„Es ist für unser weltweites Engagement von großer Bedeutung, dass wir in Mexiko vertreten sind“, sagt Marcus Felsner, der für Lateinamerika zuständige Geschäftsführende Partner der Prüfungsfirma. Und:  „Mexiko wird für die Automobilindustrie weiter an Gewicht gewinnen. Auch alle großen Kfz-Zulieferer sind heute in Mexiko vertreten. Es ist sehr wichtig, dass wir unsere Mandanten in diesem bedeutenden Markt nun mit eigenen Mitarbeitern begleiten können.“

Mexiko – die größte spanischsprachige Nation der Erde – hat zuletzt zahlreiche neue Investitionen insbesondere in den Bereichen Automobil, Maschinen- und Anlagenbau, Energie und Infrastruktur angezogen, wird aber auch immer attraktiver als Markt für hochwertige Konsumgüter. Fast die Hälfte aller Direktinvestitionen in Lateinamerika entfallen so heute auf Mexiko.

Das Land profitiert dabei von seinem weltweit einzigartigen Netz von Freihandelsabkommen und einer besonders großen Zahl von Doppelbesteuerungsabkommen. In dem modernen Industriezentrum Puebla sind mehr als 130.000 Menschen für deutsche Unternehmen tätig.

Bis zu zehn Milliarden Dollar

In den kommenden drei Jahren rechnet der mexikanische Automobilverband mit Investitionen von bis zu zehn Milliarden US-Dollar im mexikanischen Automobilsektor. Mazda hat den Aufbau einer Fertigung bereits angekündigt, über Investitionen zweier weiterer asiatischer Hersteller wird spekuliert.

Volkswagen hat im Juli 2011 in Puebla mit der Produktion der dritten Generation des Käfers („Beetle 2012“) begonnen. Ferner baut Volkswagen ein neues Motorenwerk in Silao im Bundesstaat Guanajuato. Die Motoren werden sowohl für das Werk in Puebla als auch für die Fertigung in Chattanooga (USA) produziert. Auch der Aufbau einer Produktionsstätte der AUDI AG in Mexiko ist im Gespräch.

pan

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