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Deloitte: Finanzkrise bremst Geschäfte von Private-Equity-Investoren 
Deloitte: Finanzkrise bremst Geschäfte von Private-Equity-Investoren |
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| 25. September 2008 | |
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Der Private-Equity-Indikator des Prüfungs- und Beratungsunternehmens Deloitte ist von 85 auf 73 Punkte gefallen. Er steht jetzt auf dem niedrigsten Stand seit seiner Einführung im Jahre 2000. Nur in der Sport- und Freizeitindustrie bieten sich noch Chancen für das Geschäft mit nicht börsennotierten Unternehmensanteilen. Knapp zwei Drittel der von Deloitte befragten Private-Equity-Manager können sich ein Investment in einem Unternehmen dieser Branche vorstellen.
Die globale Finanzkrise wirkt sich negativ auf die Private Equity-Branche aus. „Wie unsere Befragung ergeben hat, gingen die Erwartungen an das gesamtwirtschaftliche Klima zurück, die Mehrheit der Befragten prognostiziert eine negative Entwicklung für die nächsten 18 Monate“, sagt Karsten Hollasch, Partner von Deloitte. 20 Prozent weniger Transaktionen Die ungünstige Gesamtsituation beeinflusst auch die Transaktionstätigkeiten. Die Anzahl der in Europa durchgeführten M&A-Transaktionen ging im ersten Halbjahr 2008 um mehr als 20 Prozent verglichen mit dem Vorjahreszeitraum zurück und die Transaktionsvolumina stagnierten. So glaubt knapp die Hälfte der Befragten, dass das durchschnittliche Transaktionsvolumen pro Deal weiter sinken wird. Doch sind hier auch Zeichen der Entspannung auszumachen: Der zu den Erwartungen über das durchschnittliche Transaktionsvolumen gehörende Indikatorwert ist seit dem dritten Quartal leicht angestiegen und die Erwartungen an die Entwicklung der EBITDA-Bewertungs-Multiples erholen sich langsam. Ferner steigt die generelle Erwartung einer verbesserten Deal-Aktivität.
Ein für Investoren vergleichsweise sicherer Hafen ist die Freizeitindustrie. Das steigende Gesundheitsbewusstsein der Verbraucher und ein hoher Stellenwert der Lebensqualität verleihen der Sport- und Freizeitbranche eine überdurchschnittliche Dynamik.
Fitness und Wellness
Über die Hälfte der Befragten (60%) können sich künftige Investitionen in diesem Bereich vorstellen: Sportartikelhersteller und -händler stehen ganz oben auf der Liste. Auch der Outdoor-Bereich gilt unverändert als wachstumsstark. Rund zwei Drittel würde in die Sportartikelbranche investieren. Knapp die Hälfte (42%) bewerten eine Beteiligung an Fitness- und Wellnesseinrichtungen als gut, ein Drittel würde in Hotels investieren und ein Viertel interessiert sich für Engagements im Glücksspielbereich.
Weniger attraktiv für Finanzinvestoren hingegen sind Beteiligungen an Fußballvereinen, da die diese aufgrund der Abhängigkeit vom sportlichen Erfolg als sehr instabil gelten. Dabei ist die Situation beim Fußball längst nicht so eindeutig, wie es scheint. Zwar halten nur vier Prozent eine Beteiligung für sehr geeignet, immerhin 40 Prozent könnten sich eine solche jedoch vorstellen. Investorenbremse "50+1 Regel" Die Risiken sind allerdings zahlreich: Sie reichen von fehlenden Exit-Optionen über zu geringe Marktkenntnisse und Renditechancen bis hin zur "„Dass in Zeiten schlechter Konjunktur der Leisure- und Sportmarkt gute Aussichten für Investitionen bietet, ist bemerkenswert. Zur Attraktivität von Fitness- und Wellnessinstitutionen trägt zudem bei, dass sich die Branche aktuell konsolidiert und so neue Potenziale entstehen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation beim Fußball entwickelt, Skepsis und vorsichtiges Interesse halten sich die Waage. Hier wird einiges von der 50 + 1-Regelung abhängen. Kippt diese irgendwann, könnten völlig neue Perspektiven für Investments entstehen“, resümiert Stefan Ludwig, Experte für die Sport- und Freizeitindustrie bei Deloitte. tte/pan |









