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Deloitte mit neuer Studie zur Lage europäischer Flughafenbetreiber

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13. Mai 2009

Mehr Passagiere denn je zuvor, ein höheres Frachtaufkommen, steigende Umsatzzahlen und Aktienkurse die europäischen Flughafenbetreiber blicken auf fette Jahre zurück. Kein Grund, sich zufrieden zurückzulehnen. Eine heute veröffentlichte Studie des Prüfungs- und Beratungsunternehmens Deloitte deckt die Schwachstellen der Branche auf. Vor allem die Rentabilität vieler Unternehmen lasse zu wünschen übrig, so Deloitte.

Die fetten Jahre sind vorbei. Zurzeit leiden die Flughafenbetreiber unter der Wirtschaftskrise. Folge: Das Management der Unternehmen schiebt Investitionen auf die lange Bank oder streicht sie von seiner Agenda. Hauptsache wir bleiben profitabel, lautet die Devise. Einige Flughäfen werden nach Ansicht der Experten dennoch aufgeben müssen.

Hohe Gewinnmargen

Wie gut tut da der Blick zurück: Laut Studie lag die durchschnittliche Gewinnmarge aller von Deloitte untersuchten Flughafenbetreiber mit 19 bis 24 Prozent auf einem hohem Niveau. Zwischen den einzelnen Unternehmen und ihren jeweiligen Geschäftsbereichen bestehen jedoch erhebliche Unterschiede.

So ist zum Beispiel das Einzelhandels-, Gastronomie- und Immobiliengeschäft (Retail & Property) hoch profitabel und stellt wegen seiner hohen Wachstumserwartungen einen Investitionsschwerpunkt dar.

Die wettbewerbsintensiven Bodenabfertigungsdienste (Ground Handling) sind dagegen bei vielen Betreibern verlustbringend. Das Kerngeschäft mit den Start- und Landeentgelten (Aviation) unterliegt staatlicher Aufsicht, so dass gewisse Gewinnmargen zwar garantiert, aber gleichzeitig auch nach oben begrenzt sind.

„Trotz der hohen Gewinnmargen fällt die Rentabilität (Gewinn durch Kapital) mit fünf bis acht Prozent eher bescheiden aus“, so Deloitte. Hauptursache hierfür sei der in der Infrastrukturbranche typisch geringe Kapitalumschlag – pro Euro Kapital werden lediglich 20 bis 80 Cent Umsatz generiert.

Nicht einmal die Kapitalkosten

Die Spanne zeige, dass es bei vielen Betreibern Verbesserungspotenzial gebe, so Deloitte weiter. Überdies schafften es trotz des positiven Trends der letzten Jahre einige Betreiber nicht, ihre Kapitalkosten von etwa sieben Prozent zu erwirtschaften. In der Rezession rücke dieses Ziel in weite Ferne.

Wegen der aktuellen Wirtschaftslage und der knapp gewordenen Finanzierungsressourcen sollten die Betreiber verstärkt auf ihre Rentabilität achten, heißt es in der Studie. Zumindest mittel- bis langfristig müssten die Unternehmen deutlich rentabler werden und wenigstens ihre Kapitalkosten erwirtschaften.

Größere Betreiber sollten in der anstehenden Konsolidierungswelle der nächsten Jahre Chancen identifizieren und ergreifen. „Trotz der Krise müssen die Flughafenbetreiber weiter investieren, um zu expandieren und wettbewerbsfähig zu bleiben“, sagt Heinrich H. Förster, Partner im Bereich Corporate Finance bei Deloitte. Und: „Die Planung der Flughafenbetreiber wird vor dem Hintergrund sich verändernder Finanzierungsbedingungen einen deutlich höheren Stellenwert einnehmen als bisher“, so Förster.

Die Studie mit dem Titel „Europäische Flughafenbetreiber – Hohe Profitabilitätsniveaus sind nur eine Seite der Medaille“ kann auf der Deloitte-Website kostenlos heruntergeladen werden.

tte/pan

 


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