| Horváth & Partners: Unternehmen setzen weiter auf Osteuropa |
| 16. April 2009 | |
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Die Wirtschaftskrise trifft Zentral- und Osteuropa weitaus härter als den Westen. In vielen Ländern ist die Lage geradezu dramatisch. Analysten warnen davor, sich dort zu engagieren. Ganz anders die Manager westlicher Unternehmen. Kaum einer spielt mit dem Gedanken, sich aus dieser Region zurückzuziehen. Im Gegenteil. Das belegt auch eine aktuelle Studie des Beratungshauses Horváth & Partners.
Manager westeuropäischer Unternehmen schätzen die Länder in Zentral- und Osteuropa (CEE-Länder) als Absatzmarkt und Produktionsstandort. Sie sind zuversichtlich, dass die Märkte in dieser Region weiter wachsen werden. "Die Länder Zentral- und Osteuropas bleiben gerade für erfahrene Unternehmen attraktiv, auch wenn der Wettbewerb weiter zunimmt", sagt Stefan Bergsmann, Geschäftsführer von Horváth & Partners in Österreich.
Optimistischer als Analysten
Vor allem in den Ländern Südosteuropas, in den ehemaligen GUS-Staaten und in den Balkanländern sehen die Manager weiterhin attraktive Absatzmärkte. Doch auch die bereits reiferen Märkte der CEE-Länder (Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn und Slowenien) genießen weiter hohe Wertschätzung. Neben den klassischen Instrumenten wie Berichten, Budgets und Plänen, gewinnt unter anderem regionales Benchmarking stark an Bedeutung. Allerdings ist dieser Prozess der Professionalisierung noch nicht abgeschlossen. Auch die Einführung integrierter IT-Systeme als Steuerungsrückgrat und der Ausbau von objektiven Steuerungsinstrumenten ist teilweise noch am Laufen.
CEE-Zentralen gewinnen an Bedeutung
Aktuell sind Unternehmen, die Servicefunktionen ihrer lokalen CEE-Niederlassungen in einem Standort bündeln, noch in der Minderheit. Derzeit setzen nur 27 Prozent der Unternehmen solche Shared Service Center ein. Künftig wollen dies 39 Prozent tun. "Das Potenzial aus einer regionalen Zusammenfassung von gleichartigen Supportprozessen an einem Standort ist nicht zu unterschätzen", sagt Bergsmann. "Hier werden bisher noch Chancen zur Kostenoptimierung verschenkt", so der Berater. ath/pan |