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Detecon International: IT-Fahrplan hilft bei Fusionen in der Finanzbranche

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13. November 2009

Wenn Banken oder Versicherungen fusionieren, ist das Chaos programmiert – und zwar im Wortsinn. Grund ist die hohe Komplexität der in der Branche verwendeten IT-Systeme. In einem aktuellen Thesenpapier greift die Bonner Beratungsfirma Detecon International das Thema auf und sagt, was die Manager besser machen können.

Laut Detecon lasse sich das Scheitern vieler Fusionen mit besserer Planung vermeiden. Es komme vor allem darauf an, den Aufwand für die Prozess- und IT-Migration richtig einzuschätzen. Die Manager sollten sich dabei mittels Enterprise Architecture Management (EAM) eine übergreifende Sicht auf die komplette Unternehmensarchitektur verschaffen.

„Bis zu 60 Prozent der Aufwendungen für die Integration in der Post-Merger-Phase können auf Prozess- und IT-Migration entfallen“, sagt Jörg Buisset, Head of Financial Services Industry bei Detecon. „Bei einer Fusion gilt es in der Regel, mehr als 1.000 operative Systeme zu überprüfen und zu integrieren. Die damit verbundenen Kosten müssen vorab verlässlich eingestuft werden.“

EAM zeige die Zusammenhänge zwischen Unternehmensstrategie, Geschäftsmodell und unterstützender IT auf, so Detecon. Mit seiner Hilfe ließen sich Geschäftsstrategien in IT-Lösungen übersetzen und realistische Planungsprämissen formulieren.

„Landkarte der Kernkompetenzen“

Grundlage für erfolgreiches EAM sei die Entwicklung einer „Landkarte der Kernkompetenzen“ eines Unternehmens (Capability Map). Sie listet vorhandene Fähigkeiten auf und identifiziert notwendige weitere Fähigkeiten.

„EAM ordnet den Geschäftsfähigkeiten die erforderlichen IT-Lösungsbausteine und die dafür benötigte IT-Infrastruktur zu. Die Capability Map dient bei einer Fusion auch dazu, Redundanzen zu erkennen und Synergiepotenziale freizulegen“, so Buisset.

Darüber hinaus erzielen Unternehmen mittels EAM und Capability Map weitere kurz- und langfristige Vorteile. So lassen sich unter anderem Entscheidungen über die Wiederverwendung, die Neuentwicklung oder den Kauf von Applikationen erheblich beschleunigen.

Die Methode identifiziert außerdem Lücken in der bestehenden Unternehmens- und IT-Struktur, die durch zusätzliche Bausteine ergänzt werden müssen. „EAM trägt wesentlich dazu bei, die mit einer Fusion verbundenen Ziele zu realisieren“, betont Buisset. „Im Idealfall ist der erzielbare Synergieeffekt etwa fünfmal höher als die Kosten der Integration“, so der Experte.

con/pan

 


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