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A.T. Kearney mit Wachstumstipps für wissensintensive Dienstleister

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10. November 2010
Gerade einmal ein Prozent Wachstum: Keine Seltenheit bei Ingenieurbüros, IT-Firmen und anderen „wissensintensiven Dienstleistern“. Dennoch können sich diese Wachstumszwerge zu echten Champions entwickeln. Das zeigt eine neue Studie, die das Beratungshaus A.T. Kearney gestern veröffentlicht hat.

Für die Studie hat A.T. Kearney gemeinsam mit Wissenschaftlern der Fraunhofer Gesellschaft anhand einer Benchmarking Datenbank* rund 500 kleine und mittlere Unternehmen aus diesem Segment der Dienstleistungsbranche untersucht.

Hinweise und Anregungen

Die Studie biete wertvolle Hinweise und Anregungen – speziell für die Gestaltung von Förderprogrammen für wissensintensive Dienstleister, sagt Eva Diedrichs, Projektleiterin bei A.T. Kearney.

Zentrale Erkenntnis: Eine kleine Gruppe hat die Nase vorn. Diese Unternehmen wachsen jährlich um durchschnittlich acht Prozent während ihre Mitbewerber nicht einmal ein Prozent jährliches Wachstum vorweisen können.

Diese Wachstumschampions zeichnen sich vor allem durch Disziplin und zielorientiertes Projektmanagement aus. Sie pflegen eine offene Unternehmenskultur und gehen Entwicklungspartnerschaften ein.

Schlüssel zum Erfolg

Kulturelle Offenheit ist der Schlüssel zum Erfolg“, sagt Sabine Brunswicker, Projektleiterin am Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation. Genauer: Bei Unternehmen mit einer sehr offenen Innovationskultur betrage der Umsatzanteil aus neuen Dienstleistungen einen Anteil von mehr als 26 Prozent, so die Expertin. Die weniger offenen Unternehmen machen dagegen nur etwa fünf Prozent ihres Umsatzes mit neuen Dienstleistungen.

Weitere Erkenntnis: Die Wachstumschampions setzen weniger auf stetige, kleine Verbesserungen des bestehenden Angebots. Stattdessen treiben sie radikale Innovationen voran. Der Effekt ist verblüffend: „Sie erzielen damit 20 Prozent ihres Umsatzes“, sagt Diedrichs.

Damit sei aber noch lange nicht das Ende der Fahnenstange erreicht: Selbst die wachstumsstarken Dienstleister könnten mit systematischem Innovationsmanagement noch besser abschneiden, betont die Beraterin.

Schwachpunkt Internationalisierung

Ein weiterer Schwachpunkt bei wissensintensiven Dienstleistern ist die Internationalisierung. Laut Studie machen die Unternehmen kaum Umsätze außerhalb des Heimatmarktes, während in anderen Industrien etwa drei Prozent - im Maschinen- und Anlagenbau sogar mehr als 25 Prozent des Umsatzes im Ausland erzielt werden.
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*) In der übers Internet zugänglichen Datenbank mit der Bezeichnung „IMP³rove“ sind mehrere tausend kleine und mittlere Unternehmen aus ganz Europa registriert. IMP³rove wurde im Jahr 2006 von der Europäischen Kommission initiiert und wird von einem Konsortium unter Leitung von A.T. Kearney und der Fraunhofer Gesellschaft geführt.

pan

 


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