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Alix Partners: Deutscher Handel blickt optimistisch in die Zukunft 
Alix Partners: Deutscher Handel blickt optimistisch in die Zukunft |
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| 2. Dezember 2009 | |
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Es klingt wie ein Märchen, aber die Beratungsfirma Alix Partners versichert, es sei die reine Wahrheit: Der deutsche Handel rechnet mit glänzenden Geschäften – und das nicht nur an Weihnachten, sondern auch im kommenden Jahr. Viele Unternehmen wollen sogar ihr Personal aufstocken. Die Lieferanten aber müssen sich Sorgen machen.
Alix Partners hatte am Rande des Deutschen Handelskongresses Mitte November in Berlin die Führungskräfte großer deutscher Einzelhandelsunternehmen befragt. Ergebnis: Fast 80 Prozent der Manager erwarten ein besseres Geschäft. Fast jeder Dritte ist sogar davon überzeugt, dass seine Umsätze im nächsten Jahr um mehr als zehn Prozent nach oben schnellen.
Die Pessimisten sind in der Minderheit: Nur 15 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass die Umsätze im nächsten Jahr sinken oder stagnieren werden. Bereits in der Krise hatten die Handelsunternehmen ihre Kosten stark gesenkt (79 Prozent), die Sortimente verschlankt (50 Prozent), Lager abgebaut (50 Prozent), Personal reduziert (54 Prozent) und die Anzahl der Filialen verkleinert (26 Prozent). 28 Prozent der befragten Handelsunternehmen gaben an, während der Krise eine Kapitalerhöhung durchgeführt zu haben. Damit geben sich die Manager aber nicht zufrieden. Um den Konsum anzukurbeln, wollen sie die Preise weiter senken und ihre Sortimente wieder erweitern.
Die Finanzierung des Wachstums dürfte die Unternehmen allerdings vor eine Herausforderung stellen. Kaum jemand glaubt, dass sich das Wachstum über zusätzliche Bankkredite finanzieren ließe. Stattdessen setzt der Handel auf weitere Maßnahmen zur Senkung der Kosten (41 Prozent) und auf ein besseres Liquiditätsmanagement (62 Prozent). „Der Handel sieht optimistisch in die Zukunft, hat aber ein Finanzierungsproblem“, sagt Detlev Schauwecker, Managing Director bei der auf Unternehmenssanierungen spezialisierten Beratungsfirma. Viele Unternehmen müssten das geplante Wachstum aus eigener Kraft stemmen. Die Innenfinanzierung gewinne deshalb weiter an Bedeutung, so der Experte.
Hoher Druck auf Preise Alix Partners hat auch eine frohe Botschaft für M&A-Berater und Arbeitnehmer: Jeder vierte Manager sagt, man werde nicht nur organisch wachsen, sondern die Marktkonsolidierung für Zukäufe nutzen. Und: Immerhin ein Drittel der Manager will Personal einstellen. Nur 18 Prozent der Befragten sagen, dass sie auch bei steigenden Umsätzen Stellen abbauen müssen. Schauwecker: „Die Verkaufsfläche im deutschen Einzelhandel ist weiter sehr groß. Der Konkurrenzdruck ist enorm. Die Marktkonsolidierung erreicht einen Höhepunkt. Unternehmen, die gut durch die Krise gekommen sind, können jetzt zusätzliche Marktanteile gewinnen.“ ap/pan |
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