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BearingPoint: Experten wollen Markt für Verbriefungen wiederbeleben 
BearingPoint: Experten wollen Markt für Verbriefungen wiederbeleben |
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| 21. Dezember 2009 | |
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Ursprünglich waren Verbriefungen als
Alternative zur Kreditfinanzierung von Industrieunternehmen gedacht.
Dann aber entdeckten die Banken das Instrument als Mittel zur
Refinanzierung und Auslagerung von Risiken. Ein Bombengeschäft – bis zur Finanzkrise. Trotz der negativen Erfahrungen soll der Verbriefungsmarkt jetzt wiederbelebt werden. Wie und warum dies geschehen soll, zeigt eine aktuelle Studie der Beratungsfirma BearingPoint.
Für seine Studie hat BearingPoint rund 60 Finanzinstitute, Dienstleister, Industrieunternehmen und Verbände befragt.
„Im kommenden Jahr wird der Verbriefungsmarkt die gewünschte Entlastung der Wirtschaft noch nicht ermöglichen können. Deshalb werden auch 2010 marktstützende Maßnahmen, wie die Fortführung von staatlichen Liquiditätshilfen notwendig sein, um eine drohende Kreditklemme abzuwenden“, kommentiert Werner Kreutzmann, Geschäftsführer und Leiter des Bereichs Financial Services bei BearingPoint. Um das Vertrauen wiederherzustellen, fordern die Befragten deutlich mehr Transparenz, Standards und weniger komplexe Transaktionsstrukturen. Dies könnte nach Meinung von Experten mit der Einführung eines neuen Premium-Segments für qualitativ hochwertige, transparente und einfach verständliche Verbriefungen erreicht werden. So lautet der Vorschlag des Bundesverbands deutscher Banken (BdB).
74 Prozent der Befragten bestätigen dies und fordern die Einführung eines Qualitätssiegels, das Mindestanforderungen an die Ausgestaltung der Verbriefungen stellt. Ein standardisiertes Reporting (96 Prozent), eine regelmäßige Prüfung des Originators (87 Prozent) sowie ein standardisiertes Vertragswerk (75 Prozent) sollten zentrale Kriterien des Siegels sein.
Erforderlich ist nach Ansicht der Studienteilnehmer (73 Prozent) auch eine Aufsicht der Rating-Agenturen. 82 Prozent misstrauen den Ratings auf Verbriefungstransaktionen und sogar 94 Prozent den Agenturen selbst. „Sinnvoller ist es, Verbriefungstransaktionen über Qualitätsstandards und Transparenz so attraktiv zu gestalten, dass sie auch ohne staatliche Garantien Investoren finden“, sagt Hendrik Kollmann, Senior Manager im Bereich Financial Services und Asset Backed Finance Experte bei BearingPoint. Und: Die Banken seien in ihrer Gremienarbeit gefordert, tragfähige Qualitätsstandards zu entwickeln. Garantien würden lediglich die Weiterentwicklung des Verbriefungsmarktes verzögern, so der Experte. oint/pan |
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