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Detecon mit Studie über die Lage in der Telekommunikationsbranche

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20. März 2009
Krise? Welche Krise? Während Handel und Industrie über massive Umsatzeinbrüche klagen, geben sich die Manager europäischer Telekommunikationsunternehmen eher gelassen. Über ein Drittel der von Detecon befragten Führungskräfte der Branche spürt derzeit keine Auswirkungen auf das Kerngeschäft, so die Eschborner Beratungsfirma. Doch selbst bei den krisenresistenten Telekom-Unternehmen läuft nicht alles wie geschmiert.

Bei den Endkunden erwarten über 60 Prozent der Umfrage-Teilnehmer keine größeren Nachfrageeinbrüche und schließen für dieses Segment auch Preiskämpfe aus. „Im Segment der Geschäftskunden ist die Lage ähnlich stabil, wobei nicht ausgeschlossen werden kann, dass Unternehmen größere Investitionen auf den Prüfstand stellen oder verschieben“, sagt Carsten Schröder, Autor der Studie und Managing Partner Corporate Finance bei Detecon.

Unsicherheit in Osteuropa

Ihre Wachstumsziele sehen insgesamt 41 Prozent der Befragten trotz der geringeren Liquidität im Markt nicht eingeschränkt. Gegenüber West- und Südeuropa deckt die Detecon-Studie für Osteuropa allerdings deutlich größere Unsicherheiten für die Geschäftserwartungen auf. „Nachlassende Investitionen und Nachfrage des Auslands sowie ungünstige Entwicklung der Wechselkurse außerhalb der Eurozone machen eine Prognose für diese Märkte zunehmend schwierig“, so Schröder.

Dem harten Wettbewerb innerhalb der Branche wollen die europäischen Telekommunikationsanbieter vor allem durch Kundenbindung und damit Sicherung der bestehenden Umsätze begegnen. Zu diesen Maßnahmen gehören beispielsweise optimierte Tarifbündel und erweiterte Serviceangebote zum gleichen Preis.

Robuster deutscher Markt

„Während andere Branchen mit teilweise historischen Einbrüchen zu kämpfen haben, zeigt sich der TK-Markt vor allem in Deutschland robust“, erläutert Schröder. Generell zahlen sich für Westeuropa die seit Jahren etablierten Programme zur Effizienzsteigerung aus. „Der Rückstand in diesem Bereich stellt Osteuropa zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt vor besondere Herausforderungen“, konstatiert Schröder.

Das gesamtwirtschaftliche Umfeld schlägt sich in der Telekommunikationsbranche zumindest in Punkto Sparsamkeit nieder. So sehen in der europaweit durchgeführten Studie exakt die Hälfte der Befragten in Teilbereichen Möglichkeiten zur Streckung langfristiger Investitionen. Damit wollen die Unternehmen die eigene Finanzlage verbessern. „Als Konsequenz könnte in Osteuropa die Infrastruktur für die dritte Mobilfunkgeneration weniger aggressiv ausgebaut werden“, vermutet Schröder.

con/pan

 


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