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Kanzlei CLLB Rechtsanwälte meldet weitere Erfolge gegen Juragent

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22. März 2010
In den zahlreichen Verfahren gegen den Berliner Prozessfinanzierer Juragent zeichnet sich eine Wende ab. Erstmals habe einer der von Juragent aufgelegten Fonds eine Klageforderung anerkannt, so die auf Kapitalanlagerecht spezialisierte Kanzlei CLLB Rechtsanwälte.

Zur Erinnerung: Mit dem Geld, das die Anleger in diverse Fonds der Juragent AG gesteckt hatten, wollte das Berliner Unternehmen Prozesse finanzieren, und zwar von Klägern, die wegen des Kostenrisikos normalerweise nicht geklagt hätten. Voraussetzung: Ein Streitwert von mindestens 500.000 Euro.

30-prozentige Beteiligung

Den Anlegern hatte Juragent eine 30-prozentige Beteiligung an der erstrittenen Summe versprochen. Innerhalb von fünf Jahren wollte das Unternehmen eine Rendite von insgesamt 74 Prozent für die Anleger erzielen.

Soweit die Theorie. Bei der Umsetzung des Konzepts in die Praxis traten jedoch erhebliche Unregelmäßigkeiten auf. Aus diesem Grund hatte die auf Kapitalanlagerecht spezialisierte Kanzlei CLLB im Auftrag zahlreicher Anleger Klagen bei den zuständigen Gerichten eingereicht.

Vor wenigen Tagen hat nun einer der von CLLB verklagten Juragent-Fonds, die Zweite Juragent GmbH & Co. Prozesskostenfonds KG, einen Anspruch auf Zahlung einer ausstehenden Garantieausschüttung in Höhe von 3.000 Euro anerkannt.

Auch in anderen Verfahren

Jetzt bestehe die Hoffnung, dass Juragent auch in anderen Verfahren einlenke, sagt Rechtsanwalt István Cocron vom Münchner Büro der Kanzlei CLLB.

Es gebe jedenfalls keinen sachlichen Grund, warum Juragent nicht in allen anhängigen Verfahren die Ansprüche anerkenne, so Cocron weiter. Schließlich hätten die Berliner Richter in rund 30 Urteilen die Rechtsauffassung der Kanzlei CLLB Rechtsanwälte bestätigt.

Weiter teilt die Kanzlei mit, dass auch die ersten sogenannten Rückabwicklungsverfahren erfolgreich gewesen seien. So habe das Landgericht Berlin die Juragent AG kürzlich zur Zahlung von Schadenersatz an einen von CLLB Rechtsanwälte vertretenen Mandanten verurteilt.

Der Mandant hatte sodann bei Gericht eine entsprechende Sicherheit hinterlegt, um unmittelbar nach Zustellung des Urteils vollstrecken zu können. Mit Erfolg. Juragent habe erstmals gezahlt, so die Kanzlei. Der Kläger habe einen Betrag in Höhe von mehr als 45.000 Euro erhalten.

Begründete Hoffnung

Damit seien die Bedenken vieler Anleger, trotz gewonnener Prozesse kein Geld zu sehen, zwar noch nicht völlig ausgeräumt, sagt Cocron. Es bestehe aber die begründete Hoffnung, dass die Geschädigten nicht völlig leer ausgingen, so der Rechtsanwalt.

cllb/pan

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