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Linklaters berät Energiekonzern Verbund beim Kauf von Kraftwerken

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10. Juni 2009
Österreichs größter Stromerzeuger, der Verbund, hat 13 kleinere Kraftwerke vom deutschen Energieriesen Eon gekauft. Über den Preis sei Stillschweigen vereinbart worden, so die Kanzlei Linklaters in einer aktuellen Mitteilung an die Medien. Verbund-Chef Wolfgang Anzengruber war da etwas gesprächiger.

Vor österreichischen Journalisten sagte der Manager, dass der Wert der Kraftwerke immerhin rund eine Milliarde Euro betrage.

Druck aus Brüssel

Hintergrund des Geschäfts ist eine Auflage der EU-Kommission: Die Düsseldorfer Eon AG muss wegen ihrer Dominanz am deutschen Markt Hochspannungsnetze und Kraftwerkskapazitäten von insgesamt rund 5000 Megawatt abgeben.

In diesem Zusammenhang hatte Eon kürzlich Kraftwerksanteile im Leistungsvolumen von insgesamt 525 Megawatt an die EnBW Energie Baden-Württemberg AG veräußert.

Die von den Österreichern erworbenen Kraftwerke liegen sämtlich in Bayern, und zwar am Fluss Inn. Es handelt sich um die gesamte Wasserkraft-Kapazität, über die Eon verfügt hat. Die Kraftwerke liefern insgesamt 312 Megawatt Leistung und eine Jahresproduktion von rund 1.800 Gigawattstunden (GWh).

Der Kaufpreis setze sich aus Barmitteln und einem 20-jährigen Liefervertrag für Strom aus der Kraftwerksgruppe Zemm/Ziller zusammen, so Linklaters.

Eigene Gesellschaft in Deutschland

Der Verbund wird für die Kraftwerke ein eigenes Unternehmen in Deutschland gründen. Der Konzern beabsichtigt, interessierten bayerischen Kommunen einen Anteil von bis zu 30 Prozent an dieser Gesellschaft anzubieten. Das Closing der Übernahme ist für das 3.Quartal 2009 geplant. Zuvor müssen die Kartellbehörden ihre Zustimmung geben.

Ein Linklaters-Team unter Führung von Christopher Bremme, Detlev Schuster und Johann Bartelt (alle Energie, Corporate/M&A) habe den Mandanten Verbund bei der Transaktion beraten. Zusätzlich habe der Konzern eine österreichische Kanzlei eingeschaltet, so Linklaters.

ers/pan

 


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