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Startseite Nachrichten Managementberatung A.T. Kearney erhält zwei neue Chefs
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A.T. Kearney erhält zwei neue Chefs |
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Düsseldorf, 1. Februar 2005 - pan. Werner Kreuz und Dietrich Neumann treten die Nachfolge von Michael Träm an. Kreuz leitet A.T. Kearney Europe, Neumann wird Deutschland-Chef der traditionsreichen Beratungsfirma.
Kearneys Welt-Chef Henner Klein hatte lange gezögert, bevor er den ehemaligen Europa-Chef Michael Träm vor die Tür setzte. Umso schneller hat er bei der Auswahl von Träms Nachfolgern gehandelt. Mit Werner Kreuz rückt einer der profiliertesten deutschen Consultants an die Spitze der europäischen Organisation von A.T. Kearney. Als Vice President war der 55-Jährige bislang für den Bereich "Energy & Process Industries" verantwortlich, und zwar weltweit. Bei seinen Klienten - vor allem in der Chemie-Industrie - genießt der von Düsseldorf aus arbeitende Consultant einen exzellenten Ruf. Und seinen Doktortitel trägt er im Gegensatz zu Michael Träm zu Recht.
Dietrich Neumann ist Mitglied des Berliner Büros von A.T. Kearney. Der 49-Jährige leitet den Bereich Operations auf europäischer Ebene. Als Vice President ist er so wie Kreuz gleichzeitig Mitglied der deutschen Geschäftsleitung der Beratungsfirma. Zusätzlich zum Management in Deutschland wird er sich auch um die Geschäfte in Osteuropa sowie in Österreich und der Schweiz kümmern.
Die Personalien sind lediglich Teil eines umfassenden Neuorientierungsprozesses bei diesem einst sehr renommierten Beratungshaus, das 1926 in Chicago vom McKinsey-Weggefährten Andrew Thomas Kearney gegründet wurde. Die Firma war 1995 vom IT-Dienstleister EDS übernommen worden und hatte in den letzten Jahren stark unter dem Missmanagement seiner ehemaligen Chefs gelitten. Die Umsätze gingen rapide zurück, die Leistungsträger kehrten A.T. Kearney den Rücken und suchten sich besser bezahlte Jobs in der Industrie oder bei der Konkurrenz.
Klein, nach dem vermeintlichen Überflieger Dietmar Ostermann der zweite Deutsche an der Spitze von A.T. Kearney, versucht jetzt, das Ruder herumzureißen. Die Consultants sollen nicht länger als Verkaufshelfer von EDS-Lösungen agieren, sondern wieder mehr Souveränität unter Beweis stellen. Das Logo der Muttergesellschaft ist schon seit einiger Zeit von den Visitenkarten der Berater verschwunden, jetzt rollt in den USA eine Werbekampagne an, die den Anspruch von A.T. Kearney unterstreicht, als eigenständiges Unternehmen auf dem Beratermarkt zu agieren.
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Datum: 16.05.2008
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