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Mattern wird neuer Deutschlandchef von McKinsey Drucken E-Mail
frank-mattern-mckinseyDüsseldorf, 27. Oktober 2006 - pan. Die Nummer 1 unter Deutschlands Managementberatern bekommt einen neuen Chef. Frank Mattern (Foto: McKinsey) wird künftig die Geschäfte des German Office von McKinsey & Company leiten. Der 44-jährige gebürtige Krefelder werde die Nachfolge von Jürgen Kluge (53) am 1. Januar 2007 antreten, so das Unternehmen in einer Mitteilung an die Medien.


Kluge hatte  seinen Rücktritt vom Amt des Deutschlandchefs am Rande einer Firmenfeier im September dieses Jahres bekannt gegeben (ConsultingStar.com berichtete, vgl. http://www.consultingstar.com/Wirtschaft/Unternehmen/Aktuelle-Nachrichten/157.html).

Mattern galt von Anfang an als Favorit für den Posten des Deutschlandchefs. Grund: Seine überragenden Leistungen beim Auf- und Ausbau des Business Technology Office in Frankfurt am Main, also jener Einheit, wo McKinsey seine strategische IT-Beratung angesiedelt hat. Mattern ist zudem ein Experte für das Geschäft mit Klienten aus der Finanzbranche, die traditionell zu den wichtigsten und zahlungsfreudigsten Klienten der Consultants zählen.

In allen wichtigen Gremien vertreten

Und nicht zuletzt ist Mattern auch in allen wichtigen Gremien der Firma vertreten, vor allem im Shareholder Committee, wo die zentralen Entscheidungen über McKinseys Geschäftspolitik fallen.

Der künftige Deutschlandchef von McKinsey ist ein ungeduldiger Mann, der oft mürrisch und abweisend wirkt. Mattern hat Wirtschaftswissenschaften in Deutschland und den USA studiert und mehrere Bücher publiziert. Der Consultant wohnt in Königstein bei Frankfurt, ist verheiratet und Vater von drei Kindern.

Der Physiker Jürgen Kluge hatte das Deutschlandgeschäft von McKinsey acht Jahre lang geleitet. Zum Vergleich: Vorgänger Herbert Henzler stand 14 Jahre an der Spitze des German Office.

Kluges Zukunft trotz "exzellenter Bilanz" noch offen

Offiziell heißt es bei McKinsey, Kluge habe eine "exzellente Bilanz" vorzuweisen. Er habe die Klientenbasis "deutlich" verbreitert und für eine "konstante Vollauslastung" gesorgt. Zudem sei er einer der Ersten gewesen, die sich mit den Bildungsdefiziten in Deutschland auseinander gesetzt haben.

Dass diese unbestreitbaren Erfolge bei McKinsey nicht reichen, wenn man sich an der Spitze halten will, ist ein offenes Geheimnis. Welche Rolle Jürgen Kluge bei McKinsey künftig spielen soll, war noch nicht bei der Beratungsfirma in Erfahrung zu bringen. Bisher hieß es lediglich, dass Kluge weiter für McKinsey arbeiten werde.

So wie bei anderen Beratungsfirmen gilt bei McKinsey das Prinzip des "up or out": Wer sich in der Firmenhierarchie nicht weiter nach oben bewegen kann, muss ausscheiden. Ob diese Regel auch für Kluge gilt, wird sich zeigen.

Henzler durfte noch ein paar Jahre Europachef spielen, bevor er ausscheiden musste. Der Posten des Europachefs ist seither vakant.
 
  Datum: 17.05.2008

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