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Studie belegt enorme wirtschaftliche Bedeutung der Champions League Drucken E-Mail

Düsseldorf/München/Manchester, 28. August 2007 – dd/pan. Werder Bremen gegen Dinamo Zagreb. Bei diesem Spiel geht es morgen um weitaus mehr als nur um die Qualifikation für die UEFA Champions League. Mindestens 15 Millionen Euro winken den Bremern, wenn sie gewinnen. Bleiben die deutschen Kicker auch in weiteren Partien des Turniers ungeschlagen, klettert die Summe auf bis zu 40 Millionen Euro. Und das ist nur ein Beispiel von vielen, mit denen die Experten des Prüfungs- und Beratungskonzerns Deloitte belegen, welche enorme Bedeutung die "Königsklasse des europäischen Fußballs" für die Clubs hat.

„Die Einnahmen, die Werder Bremen im Falle einer Nicht-Qualifikation dann im UEFA Cup erzielen könnte, sind nicht vergleichbar mit denen aus der Champions League. Selbst dem FC Sevilla als Gewinner des UEFA Cups überwies der europäische Fußballverband nicht mehr als 6,75 Mio. Euro in der Saison 2006/07“, sagt Stefan Ludwig, Senior Manager der Sport Business Gruppe von Deloitte in Deutschland. Die Zahlen verdeutlichen das hohe wirtschaftliche Gewicht des Qualifikationsspiels für den SV Werder.

Beim VfB Stuttgart, der sich bereits qualifiziert hat und im Geschäftsjahr 2006 rund 77 Mio. Euro erwirtschaftete, ist durch eine Teilnahme an dem lukrativen Wettbewerb erstmalig ein Jahresumsatz von über 100 Mio. Euro zu erwarten.

Das Beispiel des aktuellen Champions-League-Siegers AC Mailand zeigt, dass sportlicher Erfolg in der Königsklasse des europäischen Fußballs eine erhebliche Auswirkung auf die wirtschaftliche Entwicklung eines Clubs hat. Die Italiener verdienten in der vergangenen Saison allein aus Zahlungen der europäischen Fußball-Union (UEFA) 39,59 Mio. Euro. Hinzu kamen noch Ticketingeinnahmen und Erfolgsprämien von Sponsoren, durch die dieser sportliche Coup für den AC einen Wert von ca. 50 Mio. Euro annahm.

Zwei-Klassen-Gesellschaften in den nationalen Ligen

„Das finanzielle Potenzial der Champions League wird deutlich, wenn man die Umsatzzahlen der teilnehmenden und nicht-teilnehmenden Clubs der ,Big Five‘-Ligen auf nationaler Ebene vergleicht“, so Stefan Ludwig. So fand Deloitte heraus, dass die Teilnehmer, die in ihren Ligen auch ohne die internationalen Einnahmen wirtschaftlich schon weit führend sind, ihre Umsätze durchschnittlich um weitere zwölf Prozent (Italien) bis 32 Prozent (Frankreich) steigern.

In absoluten Zahlen machte dies im Schnitt zwischen 20 und 36 Mio. Euro aus, die die UEFA Champions League den „Big Five“-Vertretern einbrachte.

In Deutschland erzielten Bayern München (Umsatz 2005/06: 204,7 Mio. Euro), Werder Bremen (77,4 Mio. Euro) und Schalke 04 (125,0 Mio. Euro) durchschnittlich 22 Mio. Euro oder 16 Prozent ihres Gesamtumsatzes aus der Champions League. Im Vergleich dazu generierten die restlichen 15 nicht in der Champions League spielenden Bundesligisten einen durchschnittlichen Umsatz in Höhe von 53 Mio. Euro.

Die Einnahmen, die in diesem Wettbewerb erzielt werden, lassen die Schere zwischen Teilnehmern und Nicht-Teilnehmern weiter auseinander klaffen. Daran ändern auch die UEFA-Solidaritätszahlungen in Höhe von 59 Millionen Euro an die Clubs, Ligen und Verbände der 52 UEFA-Mitgliedsländer nichts, die aus dem Einnahmentopf der Champions League gezahlt werden.

Investitionen in die Zukunft

Seit ihrer Einführung in der Saison 1992/1993 hat sich die UEFA Champions League sehr positiv entwickelt und sich als wirtschaftlich wichtigster Wettbewerb im europäischen Spitzenfußball etabliert. Die teilnehmenden Clubs erzielen heute rund 17 Mal höhere Einnahmen als die „Gründungsmitglieder“ vor 15 Jahren. Damit dieser Wettbewerb weiterhin auf Wachstumspfad bleibt, investiert die UEFA in zukunftsträchtige Geschäftsfelder.

Im Bereich „Neue Medien“ zum Beispiel standen den 6 Mio. Euro Einnahmen aus Rechteverkäufen in 2005/2006 mit 13,8 Mio. Euro mehr als doppelt so hohe Ausgaben gegenüber.
 „Das große Potenzial, das beispielsweise in der Online- oder auch Mobilfunkübertragung steckt, rechtfertigt diese Maßnahmen. Langfristig wird die UEFA von diesen Investitionen profitieren“, urteilt Stefan Ludwig von Deloitte.
 
  Datum: 16.05.2008

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