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Personalberater: Deutsche Manager halten Schweizer Wirtschaft in Gang Drucken E-Mail

Zürich, 12. September 2007 - pan. Beim Kampf um kluge Köpfe schlagen sich die Schweizer mit Bravour. Den Eidgenossen gelingt es, immer mehr hochqualifiziertes Personal in ihr Land zu locken. Bereits jeder vierte Manager in der Schweiz stamme aus dem Ausland, berichtet der Züricher Personalberater Guido Schilling unter Berufung auf eine eigene Untersuchung. Die Studie zeigt auch, dass die Zahl der Frauen in den Führungsetagen der Schweizer Wirtschaft gestiegen ist. Schilling rechnet damit, dass sich diese Entwicklung in den nächsten Jahren beschleunigt.

Der Prozess der Internationalisierung in den Führungsetagen schreitet schnell voran. So beträgt der Anteil der Nicht-Schweizer, die erst seit einem Jahr Mitglied einer Geschäftsleitung sind, bereits 50 Prozent, also zehn Prozent mehr als im Durchschnitt.

Unter den ausländischen Managern stellen die Deutschen in allen untersuchten Kategorien die größte Gruppe. Ein knappes Drittel dieser Führungskräfte ist Mitglied einer Geschäftsleitung. Der Anteil der Deutschen an den Topjobs ist sogar noch höher: Jeder zweite unter den ausländischen Unternehmenschefs hat einen deutschen Pass.

Dabei sind es nicht in erster Linie die Gehälter und die Lebensqualität, welche die Deutschen in die Schweiz locken. Bei den Eigenossen sei die Stimmung ganz einfach besser, so die Übezeugung von Schilling. Monetäre Anreize spielten eine geringere Rolle, weil Manager auf dem obersten Niveau in Deutschland gleich viel verdienen wie in der Schweiz. Bemerkenswert sei, dass die Schweizer Wirtschaft ohne die Leistung der deutschen Manager nicht so erfolgreich wäre.

Amerikaner und Franzosen

Nach den Deutschen stellen die Amerikaner und Franzosen mit je zehn Prozent die beiden grössten Gruppen unter den Ausländern.

Laut Studie hat die Zahl der Frauen im Topmanagement leicht zugenommen. Ihr Anteil beträgt aber weiterhin rund vier Prozent. Unter den „Neuen“ gibt es sechs Prozent Frauen. Die Zahl der weiblichen CEOs hat sich sogar verfünffacht. Allerdings gab es vor einem Jahr nur eine Frau an der Spitze eines grossen Schweizer Unternehmens.

Personalberater Schilling ist überzeugt, dass der Anteil der Frauen in Zukunft steigen wird: „Wir schätzen, dass sich der Frauenanteil zwischen zehn und 15 Prozent einpendeln wird. Nach meiner Erfahrung haben Frauen andere Prioritäten im Leben als Männer. Im Zweifelsfall ist ihnen der Karriereschritt an die Spitze weniger wichtig als den Männern.“

 
  Datum: 16.05.2008

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