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Berater Simon analysiert die Strategien mittelständischer Weltmarktführer Drucken E-Mail

Bonn, 12. September 2007 - pan. Sie schaffen hunderttausende neuer Jobs, während andere Mitarbeiter entlassen. Sie sind innovativ, wachstumsstark und bringen ihren Konkurrenten das Fürchten bei. Die Rede ist von den Hidden Champions, jenen weitgehend unbekannten Mittelständlern, die mit ihren Nischenprodukten eine dominierende Stellung auf den Weltmärkten erkämpft haben. Rund 1200 dieser Unternehmen gibt es allein in Deutschland. Der Bonner Unternehmensberater Hermann Simon hat sie sich genau angesehen. In seinem Buch „Hidden Champions des 21. Jahrhunderts“ zeigt der Consultant, dass die Musterknaben des Mittelstands fast alles anders machen als die Großen der Wirtschaft.

Hinter den Erfolgen der Mittelständler stecken zwei Prinzipien: Fokussierung und Globalisierung. „Nur mit Fokussierung wird man Weltklasse und nur mit Globalisierung wird der Markt ausreichend groß“, sagt Simon.

Anders als die Großen der internationalen Wirtschaft verweigern sich die meisten der Champions aktuellen Modetrends. Die Mittelständler halten herzlich wenig von Outsourcing oder strategischen Partnerschaften. "Sie bauen stattdessen auf ihre eigenen Stärken", so der Berater.

Vorbildliches Personalmanagement

Auch und gerade in Sachen Personalmanagement kann man nach Ansicht des Bonner Beraters noch einiges von den Hidden Champions lernen. So ist zum Beispiel die Mitarbeitertreue in diesen Unternehmen geradezu vorbildlich. Genauer: Die Fluktuationsrate liegt bei niedrigen 2,7 Prozent, während sie ansonsten durchschnittlich 7,3 Prozent beträgt.

Bei den Hidden Champions bleiben die Führungskräfte 20 Jahre an der Spitze. Zum Vergleich: Die Amtsdauer von DAX-Vorständen liegt mittlerweile bei weniger als fünf Jahren.

Und: Frauen spielen in der Führung der erfolgreichen Mittelständler eine wesentlich größere Rolle als in Großunternehmen.
 
Simon sieht die stillen Stars der Wirtschaft bestens gerüstet für die nächste Runde im globalen Wettbewerb. „Deutschland und China sind die Hauptprofiteure der Globalisierung. Aus den Hidden Champions werden eurasische Unternehmen. Diese Firmen sind nicht Opfer der Globalisierung, sondern der Treiber“, so der Bonner Berater.
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„Hidden Champions des 21. Jahrhunderts. Die Erfolgsstrategien unbekannter Weltmarktführer“: Campus Verlag: September 2007, 220 Seiten, gebunden, 39,90 Euro, ISBN 978-3-593-38380-4.
 
  Datum: 16.05.2008

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