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Startseite Nachrichten Politik / Verbände Umfrage belegt Defizite bei Integration von Ausländern in deutschen Betrieben
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Umfrage belegt Defizite bei Integration von Ausländern in deutschen Betrieben |
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Bonn, 14. September 2007 - bdu/pan. Wenn es um die Integration ausländischer Mitarbeiter geht, haben deutsche Unternehmen noch viel zu tun. Trotz Personalmangels in bestimmten Bereichen sind Integrationskonzepte oder Mentoringprogramme eher die Ausnahme. Die meisten Unternehmen unterstützen Ausländer nicht einmal bei der Suche nach einer geeigneten Wohnung oder nach einem Kindergarten. Das ist jedenfalls die Erfahrung von über 200 Personalberatern, die sich an einer Umfrage des Bundesverbands Deutscher Unternehmensberater beteiligt haben. Die Consultants sagen auch, welche Sorgen die Personalmanager am meisten plagen.
Nur eine Minderheit von etwa zehn Prozent der Berater ist der Meinung, dass die deutsche Wirtschaft gute Noten für ihre Integrationsfähigkeit verdiene, so der Bonner Verband in einer aktuellen Mitteilung. Knapp die Hälfte der Befragten stellt den Unternehmen dagegen ein miserables Zeugnis aus.
„Die demografische Entwicklung und der hierdurch notwendige, stärkere Zuzug von internationalen Fach- und Führungskräften wird der Industrie und Wirtschaft aber künftig ein höheres Engagement abverlangen“ mahnt Joachim Staude, einer der Vizepräsidenten des Verbands.
Das ist wohl auch die Ansicht der Befragten: Auf die Frage nach den größten Herausforderungen für das Personalmanagement deutscher Unternehmen, nannten die Berater die Stichworte `Demografische Entwicklung und Altersstruktur`, `Talentbindung und -management` sowie `Internationalisierung der Belegschaft`.
Die Themen `Ausrichtung der Organisationsstruktur an der Geschäftsstrategie` und `Employer Branding` fanden die Consultants weniger wichtig.
Weitere Ergebnisse der Umfrage
Drei von vier Beratern erwarten, dass die Nachfrage nach Coaching-Leistungen für Führungskräfte durch externe Spezialisten steigen wird. Rund 40 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass die deutschen Unternehmen künftig ihre Mitarbeiter auch beim Karriereeinstieg häufiger professionell begleiten und unterstützen lassen.
„Die drei Top-Themen Demografie, Talentbindung und Internationalisierung der Belegschaft setzen individuelle Konzepte und Lösungen bei den Personalverantwortlichen voraus. Der Einsatz von Coaches ist hier die logische Folge“, so Staude.
Die Personalmanager stehen nach Meinung der Befragten zurzeit sehr stark unter Druck, weil sei einen deutlichen und nachvollziehbaren Beitrag zur Wertschöpfung der Unternehmen liefern sollen. Die gestiegenen Anforderungen und der damit einhergehende organisatorische Umbau der Abteilungen stellen eine große Herausforderung für die Betroffenen dar. Hinzu kommen die wachsende Komplexität und häufige, schnelle Strategiewechsel.
Wie schnell sich die Zeiten ändern, belegt auch ein weiteres Ergebnis der Umfrage. Nur ein gutes Drittel der Berater sehen die Senkung von Personalkosten durch Personalabbau als vordringliche Aufgabe der Personalmanager an.
Noch vor kurzem wäre das Ergebnis wohl anders ausgefallen.
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Datum: 12.05.2008
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