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Bain & Company: Komplexitätsmanagement hilft, Umsatz und Gewinn zu steigern Drucken E-Mail
München, 1. Oktober 2007- in/pan. Viele Unternehmen tun des Guten zuviel. Sie bieten ihren Kunden alle nur erdenklichen Varianten eines Produkts oder einer Dienstleistung an. Das führt meist zu einer großen Komplexität und wirkt sich negativ auf Umsätze und Kostenstruktur aus. Eine aktuelle Studie von Bain & Company belegt, dass Unternehmen, die ihre Komplexitätskosten beziffern und sich auf die tatsächlichen Bedürfnisse ihrer Kunden konzentrieren, einen äußerst wirksamen Hebel zur Steigerung von Umsatz und Gewinn in der Hand halten.

Die Berater zeigen anhand von Beispielen aus der Automobil- und Telekommunikationsindustrie sowie der Banken- und Versicherungsbranche, dass gezieltes Komplexitätsmanagement nachhaltig das Unternehmenswachstum fördert.

So habe sich beispielsweise in der Automobilbranche herausgestellt, dass Komplexitätsmanagement einen sehr starken Einfluss auf den Unternehmenserfolg habe, heißt es in einer Mitteilung von Bain & Company. Dies treffe insbesondere im Volumensegment zu, wo eine geringere Komplexität zu höherer Profitabilität und Umsatzwachstum beitrage.

Volkswagen auf der Verliererseite

Die Ergebnisse der untersuchten Volumensegmente der Automarken VW, Opel, Peugeot und Toyota zeigen exemplarisch, dass der Toyota Corolla trotz geringer Variationsmöglichkeiten, mit denen er augenscheinlich nicht jeden Kundenwunsch erfüllt, im Verlauf der vergangenen sechs Jahre um stolze 13,5 Prozent beim Umsatz zulegen konnte, während der VW Golf mit seinen unendlichen Modellvarianten ein Negativwachstum von rund fünf Prozent zu verzeichnen hatte.

Im Bankensektor hat sich gezeigt, dass Anbieter mit schlankem Produktportfolio stärker wachsen als diejenigen mit einer zu großen Produktvielfalt. So konnte sich zum Beispiel Franklin Templeton mit 56 Publikumsfonds deutlich positiv von der DWS mit 476 Fonds hinsichtlich Mittelzuflüssen und Profitabilität auf dem deutschen Markt absetzen.

"Die Ergebnisse zeigen klar auf, dass ein kleineres Sortiment nicht nur die Vertriebseffektivität steigert. Die dadurch optimierte Servicequalität fördert zudem auch die Kundenloyalität", so Jörg Gnamm, verantwortlicher Partner bei Bain & Company.

Einfache und transparente Angebote

Mit einfachen Tarifen und einem übersichtlichen Angebot von Endgeräten gelang es besonders E-Plus und O2 auf dem Telekommunikationsmarkt zu reüssieren. "Der Tarif-Wirrwarr der vergangenen Jahre hat die Kunden der großen Mobilfunkanbieter ermüdet. Sie sind auf der Suche nach einfachen und transparenten Angeboten", erklärt Gregor Matthies, Partner bei Bain & Company.

Weniger Produktvielfalt gepaart mit effektiveren Vertriebswegen und steigender Kundenloyalität sind auch in der Versicherungsbranche Trumpf. Ein vereinfachtes Tarifangebot entlastet nicht nur den Vertriebsmitarbeiter, sondern auch den Kunden. Analog zur Telekommunikationsbranche bieten zunehmend auch die Versicherungen überschaubare Kompakttarife an, wie zum Beispiel die neue Produktwelt der Allianz zeigt.

 
  Datum: 16.05.2008

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