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Robert Half: Im Finanz- und Rechnungswesen herrscht Personalnot Drucken E-Mail

München/Düsseldorf, 10. Oktober 2007 - pan. Finanzmanager und Fachkräfte für das Rechnungswesen sind stark gefragt. Nicht nur in den Industrieländern des Westens ist das so, sondern rund um den Globus. Vor allem Manager in Asien klagen über Personalnot: 83 Prozent der Unternehmen aus Japan und 82 Prozent aus Hong Kong finden keine geeigneten Mitarbeiter für Jobs im Finanz- und Rechnungswesen, meldet die Beratungsfirma Robert Half mit Blick auf eine weltweite Umfrage. Die Untersuchung wirft auch ein Schlaglicht auf die Folgen des akuten Fachkräftemangels.

Auch in Deutschland werde es immer schwieriger, qualifiziertes Fachpersonal zu rekrutieren, heißt es in einer Mitteilung von Robert Half. Zudem werde sich die Lage in den kommenden Jahren verschärfen. "Viele ältere Mitarbeiter der Baby-Boomer-Generation mit umfassendem Know-how scheiden aus dem Unternehmen aus, wogegen junge Talente noch nicht über genügend Berufserfahrung und spezielle Kenntnisse verfügen“, sagt Sven Hennige, Senior Regional Director Central Europe bei Robert Half.
 
Der Berater empfiehlt den Unternehmen, schnell zu handeln und neue Wege bei der Personalbindung und -entwicklung beschreiten. Dabei gehe es nicht nur um attraktive Gehaltspakete, sondern auch um Programme zur Karriereentwicklung und eine ausgewogene Work-Life-Balance, so Hennige.

Höherer Zeitaufwand

Mit der weltweit großen Nachfrage geht auch ein höherer Zeitaufwand und stärkeres Engagement bei der Rekrutierung seitens der Arbeitgeber einher. So dauert es im Durchschnitt fünf Wochen, um eine vakante Position ohne Führungsverantwortung und sogar acht Wochen, um eine leitende Funktion im Finanz- und Rechnungswesen zu besetzen.

Bei den am stärksten nachgefragten Qualifikationen steht die Erfahrung bei der Einhaltung und Umsetzung aktueller Richtlinien und gesetzlicher Vorgaben (Compliance und Corporate Governance) an erster Stelle, gefolgt von häufigeren Anfragen nach Kenntnissen im Recht.

Besonders mühsam ist die Personalsuche auf Managementlevel: Bei knapp 30 Prozent der deutschen Unternehmen stehen derzeit vor allem Führungskräfte wie zum Beispiel Chief Financial Officer oder Leiter Finanz- und Rechnungswesen ganz oben auf der Wunschliste.

18 Prozent der Befragten finden keine qualifizierten Mitarbeiter für das Controlling und 14 Prozent suchen derzeit vor allem nach erfahrenen Steuerexperten.

Entscheidung nach dem ersten Gespräch

Die angespannte Situation am Arbeitsmarkt zwingt die Unternehmen zu schnellem Handeln. Bereits nach dem ersten Vorstellungsgespräch
entscheidet sich jeder dritte Arbeitgeber für einen Kandidaten.

Auch bei leitenden Positionen mit Führungsverantwortung kommt es mittlerweile bereits nach einem Zweit- oder Drittgespräch (43 Prozent und 29 Prozent) zu einem Vertragsabschluss.

Über 40 Prozent der Befragten weltweit befürchten, dass ihre Unternehmen wegen der Mitarbeiterfluktuation leiden werden. Nur die deutschen Personalentscheider scheinen hier die Ruhe selbst zu sein: 77 Prozent haben hierzulande keine Bedenken, Top-Mitarbeiter an den Wettbewerb zu verlieren.

 
  Datum: 16.05.2008

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