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Goetzpartners: Internet-Fernsehen steht kurz vor dem Durchbruch Drucken E-Mail
München, 31. Oktober 2007 - gp/pan. Das Internet-Fernsehen steckt noch in den Kinderschuhen. Doch IPTV, so der Fachbegriff für das neue Medium, entwickelt sich in Windeseile zu einem Massenmarkt. IPTV wird die Fernsehlandschaft und die Mediennutzung genauso revolutionieren wie die Suchmaschinen das Internet, so das Fazit einer Studie, die Goetzpartners Management Consultants heute veröffentlicht haben. Nach Ansicht der Münchner Berater wird IPTV eine Fülle von attraktiven Chancen bieten - sowohl für Vermarkter als auch für Infrastrukturanbieter und Produzenten von Inhalten. Dies jedoch nur, wenn bestimmte Voraussetzungen geschaffen werden.

IPTV ist weitaus mehr als nur Fernsehen. Technisch gesehen geht es um die Übertragung von interaktiven Bewegtbildern mittels Internetprotokoll. Die Inhalte können über jegliche Infrastrukturen ausgestrahlt werden. Dabei ist es unerheblich, ob geschlossene oder offene Plattformen genutzt und die Bilder als Live-Stream oder On-Demand abgerufen werden.

Derzeit ist die Verbreitung von IPTV in deutschen Haushalten noch sehr gering. In den kommenden Jahren wird sich das aber sehr schnell ändern.

Zwei Szenarien

Die Experten von Goetzpartners halten zwei Szenarien für möglich. Im optimistischen Fall rechnen die Consultants mit einem Anstieg der IPTV-Haushalte auf 10,8 Millionen für das Jahr 2010. Im konservativen Szenario geht Goetzpartners von 6,1 Millionen IPTV-Haushalten aus.

„Unsere Analysen verdeutlichen sowohl bei optimistischen als auch bei konservativen Annahmen ein großes Potenzial von IPTV“, so Frank Ewerdwalbesloh, Managing Director von Goetzpartners. Mittel- bis langfristig werde sich IPTV zu einem Massenmarkt entwickeln, so der Berater.

Hierfür müssen allerdings noch bestimmte Voraussetzungen geschaffen werden, vor allem attraktive Inhalte mit Zusatznutzen wie interaktive oder individualisierbare Programme, die den Zuschauern einen entscheidenden Mehrwert bieten.

Marketing und Vertrieb

Die Anbieter können zudem durch exzellente Marketing- und Vertriebsaktionen eine steigende Marktdurchdringung von IPTV bewirken. Außerdem muss die Zahl der Breitband-Anschlüsse weiter steigen. Ebenso die Verfügbarkeit von Empfangsgeräten, die einfach zu installieren und zu bedienen sind.

Zugleich sollten für (interaktive) Werbung standardisierte Formate geschaffen werden, damit die werbetreibende Wirtschaft eine möglichst große Zielgruppe mit speziell zugeschnittenen Angeboten erreichen kann.

Das optimistische Szenario nimmt dabei an, dass die Infrastrukturanbieter die Bereicherung ihres Angebots mit attraktivem Content als Priorität ansehen. Zudem werden über das freie Internet distribuierte Plattformen sowie Video-on-Demand-Plattformen relevante Erfolge verzeichnen.

Ausbau des Internetangebots

Im konservativen Szenario werden sich Infrastruktur- und Inhalte-Anbieter vornehmlich auf den Ausbau des Internetangebots konzentrieren, da dies in Bezug auf die Contentproduktion günstiger ist als die Erstellung von Bewegtbildern. Dadurch wird der Bedarf bei den Kunden in geringerem Maße geweckt als im optimistischen Fall.

Ob konservative oder optimistische Prognose – eines belegt die Studie klar: IPTV ist kein rein technikgetriebenes Produkt, sondern vor allem ein Markttrend, der durch Kundenwünsche geprägt ist. Daher sind attraktive Angebote gefragt, damit die Kunden auch bereit sind, für IPTV-Dienste zu bezahlen.
 
  Datum: 16.05.2008

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