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Kölner Personalberater appelliert an Staat, Vielfalt gezielt zu nutzen Drucken E-Mail

Köln, 13. November 2007 - pan. Das Europäische Jahr der Chancengleichheit neigt sich dem Ende zu. Anlässlich einer heute in Aachen stattfindenden Abschlussveranstaltung fordert der Kölner Personalberater und Diversity-Experte Michael Stuber die Politik auf, den hohen Wert gesellschaftlicher Vielfalt zu betonen und von erfolgreichen Konzepten der Wirtschaft zu lernen. Der Standort Deutschland könne große Potenziale freisetzen, wenn sogenannte Randgruppen besser integriert würden, so Stuber.

Stuber gehört zu den Pionieren des Diversity Managements in Deutschland. Dabei geht es um eine Personalpolitik, die bewusst auf die Vielfalt einer Belegschaft setzt. Der Berater will dieses Konzept auch auf die Personalpolitik der öffentlichen Hand übertragen.

Studien zeigten, dass deutsche Regionen mit hoher ethnischer Vielfalt innovativer und wirtschaftlich erfolgreicher seien als andere, heißt es in einer aktuellen Mitteilung von Stubers Beratungsfirma Ungleich Besser Diversity Consulting. Die Vorteile einer multikulturellen Bevölkerung müssten von politischen Akteuren und den Medien klarer dargestellt werden, damit der Bevölkerung die Bedeutung von Vielfalt und Chancengleichheit bewusst werde.

Der Staat als Vorbild

Das interkulturelle Europäische Jahr 2008 sei ein guter Anlass, die begonnenen Aktivitäten weiter zu intensivieren, so Stuber. "Ministerien und öffentliche Verwaltungen sind als Vorbilder gefragt", sagt der Berater und appelliert an die Verantwortlichen, "mehr Vielfalt in Ministerien, Verwaltungen und politischen Konzepten zu berücksichtigen."

Vor allem die isolierte Betrachtung einzelner Themen sei nicht sinnvoll. "Das Arbeiten mit Schubladen fördert Stereotype, die eigentlich abgebaut werden sollen", so Stuber. Zu viele einzelne Botschaften verwirrten zudem die Empfänger. Erfolgreiche Unternehmen zeigten dagegen, wie der Diversity-Ansatz Vielfalt erfolgreich und gewinnbringend fördert.

Stuber ist Berichterstatter des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und in dieser Funktion Referent auf der nationalen Abschlussveranstaltung in Aachen.

Neben Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen und NRW-Generationenminister Armin Laschet wird der Berater über den aktuellen Diskussionsstand zu Chancengleichheit und Diskriminierung in Deutschland berichten. Auf Basis der Ergebnisse einer Konferenzserie in Deutschland gibt er Empfehlungen an politische und gesellschaftliche Akteure.
 
  Datum: 16.05.2008

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