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Deloitte mit Studie zu den Top 250 der Konsumgüterindustrie Drucken E-Mail
Hannover / München, 11. Januar 2008 – dd/pan. Der US-Konzern Altria Group steht an der Spitze einer Hitliste mit den 250 umsatzstärksten Konsumgüterunternehmen der Welt. Auf Platz vier rangiert der Schweizer Lebensmittelriese Nestlé. Auch zahlreiche deutsche Unternehmen finden sich in der Tabelle, die das Prüfungs- und Beratungsunternehmen Deloitte erstellt hat. Adidas ist die Nummer drei bei modischer Bekleidung, BSH die Nummer vier, Miele Nummer sieben bei den Hausgeräteherstellern. Sowohl adidas als auch Puma gehören überdies zu den weltweit am schnellsten wachsenden Unternehmen – adidas belegt den zweiten, Puma den neunten Platz.

Obwohl die Konsumgüterindustrie mit Problemen wie Preisdruck, immer kritischeren Verbrauchern, mangelnder Produktdiversifikation sowie der Konsolidierung im Handel zu kämpfen hat, konnte sie 2006 weltweit ein erfreuliches Gesamtwachstum erreichen. „Insbesondere in Argentinien, Kanada und Deutschland, aber auch Indien und China waren die Zuwächse signifikant. Die insgesamt positive Entwicklung spiegelt sich auch in der durchschnittlichen Wachstumsrate von 8,4 Prozent wider. Allerdings mussten 16 Prozent der Top-250-Unternehmen sinkende Umsätze hinnehmen. Der durchschnittliche Profit lag 2006 mit sechs Prozent etwas unter der 6,2-Prozentmarke vom Vorjahr“, erklärt Peter Thormann, Partner von Deloitte.
 
Generell waren die Profitzuwächse bei US-Firmen schwächer als bei den Europäern – japanische Firmen konnten trotz deutlicher Erholungstendenzen keine signifikanten Margen realisieren, während Deutschland bei der Profitabilität eine Spitzenposition einnimmt.

Deutsche Unternehmen – Wachstumsmeister

In den Top Ten aller Unternehmen, die von der Altria Group (früher Philip Morris) angeführt wird, finden sich mit Nestlè und Nokia nur zwei europäische Hersteller. Der bestplatzierte deutsche Produzent ist Henkel auf Platz 38, gefolgt von adidas auf Platz 53 und Tchibo auf Platz 62. Doch bei den weltweit bedeutendsten Fashion-Anbietern steht adidas auf Platz drei, im Segment Einrichtung und Hausgeräte sind sowohl BSH (Platz vier) als auch Miele (Platz sieben) in den Top Ten vertreten. Im Bereich Haushaltsprodukte findet sich Henkel auf Platz fünf.

Besonders erfreulich ist die Positionierung bei den am schnellsten wachsenden Unternehmen der Konsumgüterbranche. Gleich hinter der japanischen Nintendo Ltd. liegt adidas mit einem Umsatzwachstum von 52 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch Puma konnte sich hier mit 33 Prozent Steigerung unter den ersten Zehn platzieren.

Mit Produktinnovationen zum Erfolg

Das ausgesprochen gute Wachstum der „führenden Unternehmen“ ist Ergebnis mehrerer Faktoren: Markenartikel wurden vom Handel bevorzugt, innovative Produkte sorgten für einen nachhaltigen Erfolg beim Verbraucher, strategische Übernahmen und Partnerschaften trugen positiv zum Unternehmensergebnis bei und mit der Durchdringung von Wachstumsmärkten konnten neue Potenziale erschlossen werden. Nicht zuletzt aber sorgten auch Umstrukturierungen und Kosteneinsparungen sichtlich für eine verbesserte Profitabilität.

Insgesamt wiesen die Unternehmen aus dem Segment Food, Beverages & Tobacco – der größten Gruppe innerhalb der Konsumgüterindustrie – das schwächste durchschnittliche Wachstum auf, während die Anbieter von Elektronikprodukten zwar ein gutes Wachstum, aber nur geringe Margen erreichten. Am stärksten wuchsen Unternehmen aus dem Freizeitsegment, gefolgt von der Modebranche.

Marke als Unternehmenswert

Heute steht die Konsumgüterindustrie im allgemeinen Preiskrieg vor allem vor der Herausforderung, Wertschöpfung durch Marken und innovative Produkte zu erreichen. Erst dadurch gewinnt ein Anbieter im Markt Profil und den entsprechenden Wert. Den höchsten Markenwert weisen dabei Unternehmen aus dem Freizeitbereich auf, den niedrigsten diejenigen aus den Möbel-, Heimwerker- und Reifensegmenten.

„Die Zukunft hält jedoch noch weitere Herausforderungen bereit. Die Konsumgüterindustrie muss nicht nur dem Preis- und Kostendruck standhalten, sondern auch aktuellen Trends entsprechen. Darüber hinaus sollten neue Produkte für die aufstrebenden Märkte entwickelt werden, um auch diese Potenziale nutzen zu können. Insgesamt ist eine zunehmende Fragmentierung bei den Kunden zu beobachten – hier müssen die Anbieter entsprechend reagieren. Hinzu kommen Faktoren wie die Konsolidierung im Groß- und Einzelhandel, das Recruiting talentierter Nachwuchskräfte sowie die Erschließung neuer Marketingkanäle. Die wichtigste Aufgabe aber bleibt, mit starken Marken im Wettbewerb bestehen zu können“, so Peter Thormann.

 
  Datum: 16.05.2008

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