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Detecon: Mobilfunkbetreiber verpassen Chancen des mobilen Werbegeschäfts Drucken E-Mail
Bonn / Eschborn, 17. Januar 2008 – oni/pan. Werbespots in mobilen Fernsehsendungen, Anzeigen in Handy-Spielen, Reklame in Spezial-Suchmaschinen - das mobile Internet mausert sich zu einer attraktiven Werbeplattform. Verlage, Media-Agenturen und Internetfirmen haben dies erkannt. Sie arbeiten bereits intensiv an entsprechenden Konzepten. Die meisten Mobilfunkanbieter verhalten sich dagegen eher zögerlich. Detecon International hält dies für einen schweren Fehler. Die Berater empfehlen den Telekommunikationsunternehmen, rasch zu handeln und ihre Netzhoheit zum Aufbau eigener Werbegeschäftsstrategien zu nutzen.

Mobilfunkanbieter besitzen eine zentrale Position im Handy-Werbemarkt: „Ihr Portal bildet in der Regel das Eingangstor zum Internet, und dieser Platz lässt sich hervorragend etwa für Banner-Werbung oder Sponsored Links nutzen und entsprechend vermarkten“, sagt Falk Wöhler-Moorhoff, Managing Consultant bei Detecon International.

Für die Konzipierung solcher oder weitergehender Werbeformen sollten die Netzbetreiber sich daher so schnell wie möglich das entsprechende Know-how aneignen oder mit Werbespezialisten kooperieren, so der Berater.

Zusammenarbeit mit Google & Co.

Des Weiteren empfiehlt es sich, Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit prominenten Internet-Firmen wie Yahoo oder Google zu prüfen. Telekommunikationsanbieter profitieren auf diese Weise von der Popularität der starken Marken, während die Web-Firmen zusätzliche Reichweite bei der Verbreitung ihrer Dienste erzielen können.

Synergieeffekte ergeben sich vor allem durch personalisierte Werbung: Die Mobilfunkunternehmen steuern dazu das Wissen über ihre Kunden und deren Nutzungsverhalten bei, und die Internet-Firmen bringen ihr Werbekunden-Netzwerk in die Partnerschaft ein. Die auf einzelne Nutzergruppen zugeschnittene Werbung ermöglicht es, Streuverluste deutlich zu verringern – ein Aspekt, für den Werbekunden auch entsprechend höhere Preise bezahlen.

Die Zeit drängt

Wöhler-Moorhoff warnt davor, diese Aktivitäten aufzuschieben: „Die Netzbetreiber sind nicht die einzigen, die über große Mengen an Kundeninformationen verfügen. Auch Unternehmen wie Jamba oder Plattformanbieter verfügen inzwischen über große Datenmengen und die entsprechenden Analysewerkzeuge.“

Dazu komme, dass Service Provider wie Google bereits eigene Betriebssysteme für mobile Endgeräte entwickeln, um unabhängiger von anderen Marktteilnehmern agieren zu können. „In Anbetracht dieser Entwicklungen sollten die Mobilfunkunternehmen daher ihren Wettbewerbsvorteil ausspielen, solange er noch vorhanden ist“, so Wöhler-Moorhoff.

 
  Datum: 12.05.2008

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