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Mercer Deutschland mit Studie über die Gehälter in der Hightech-Branche Drucken E-Mail

Frankfurt am Main. 11. März 2008 - cer/pan. Die Unternehmen der Hightech-Branche suchen Hände ringend qualifiziertes Personal und machen dafür auch mehr Geld locker als Unternehmen in anderen Industrien. Sie neigen aber - anders als in früheren Jahren - nicht mehr zu übertriebener Großzügigkeit. Das zeigt eine Studie, die die Personalberatungsfirma Mercer Deutschland jetzt veröffentlicht hat. Dort steht auch, in welchen Ländern IT-Spezialisten am meisten kassieren. 

Während Spezialisten mit zwei bis drei Jahren Berufserfahrung in der Gesamtindustrie durchschnittlich rund 60.000 Euro Grundgehalt bekommen, verdienen diese in der Hightech-Branche 62.000 Euro.

Ein Spezialist mit ca. 4 bis 5 Jahren Berufserfahrung erhält in der Hightech-Branche ein Gehalt von 75.000 Euro, in anderen Industrien dagegen im Schnitt nur 73.000 Euro.

Mit zunehmender Berufserfahrung nehmen die Unterschiede ab und kehren sich sogar um. Ab einer Berufserfahrung von 8 bis 10 Jahren sind die Grundgehälter in der Hightech-Branche etwas geringer als in der Gesamtindustrie.

Vergleich mit früheren Verhältnissen

Ein Vergleich aus dem Jahr 2000 zeigt, dass die Gehaltsunterschiede zu diesem Zeitpunkt viel größer waren als heute: Ein IT-Junior-Spezialist erhielt im Jahr 2000 in der Gesamtindustrie 33.000 Euro Grundgehalt. In der Hightech-Branche lag das Grundgehalt mit 40.000 Euro deutlich höher. Damals erstreckte sich ein Unterschied von ca. 20% über alle Karrierestufen.

Mit 3,5 % verzeichnete die Hightech-Branche 2007 im Vergleich zur Gesamtindustrie, die die Gehälter um 3,0 % anhob, eine höhere Gehaltsteigerung.

Auch für 2008 werden in der Hightech-Branche vergleichsweise etwas höhere Steigerungen erwartet: Während die Gesamtindustrie mit einem Anstieg um 3,7 % bis 4,0 % rechnet, geht die Hightech-Branche für 2007 von einer durchschnittlichen Gehaltssteigerung von 4,0 % bis 4,2 % aus.

„In den letzten Jahren wurden die Gehälter in der Hightech-Branche in einem Maße erhöht, wie dies auch in der Gesamtindustrie üblicherweise der Fall war“, sagt Dirk Ewert, Leiter Information Product Solutions bei Mercer Deutschland.

Keine Unterschiede bei den Boni

Im Hinblick auf die Bonusberechtigung und die Bonushöhe lassen sich nach der Studie keine Unterschiede zwischen der Hightech-Branche und der Gesamtindustrie erkennen.

Branchenübergreifend zeigt sich in den letzten Jahren eine Zunahme der Anzahl der Bonusberechtigten sowie eine Erhöhung der Zielboni: Während vor fünf Jahren lediglich 25 % der Hochschulabsolventen bonusberechtigt waren, sind es nun schon 45 %.

Die Höhe des Bonus ist bei den Hochschulabsolventen von 2,5 % auf 3,5 % des Grundgehalts gestiegen.

Im Bereich Nebenleistungen (z. B. Altersversorgung und Firmenwagen) sind nach der Studie keine signifikanten Branchen-Unterschiede in den letzten Jahren festzustellen.

Im internationalen Vergleich der Jahresgesamtbezüge zeigt sich: „Die deutschen IT Manager gehören nicht zu den Spitzenverdienern – sie liegen nur auf Platz 7. Am besten verdienen die Schweizer, nämlich 32 % mehr als die Deutschen“ so Ewert.

 
  Datum: 14.05.2008

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