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Jefferson Wells warnt vor unüberlegten Unternehmenskäufen oder Fusionen Drucken E-Mail

Frankfurt am Main, 24. April 2008 – pan. Der billige Dollar verleitet nicht nur USA-Touristen zu überstürzten Käufen. Auch Unternehmer und Manager lassen sich allzu leicht blenden. Jefferson Wells warnt in diesem Zusammenhang vor „vermeintlichen Schnäppchen“. Jeder Interessent sollte potenzielle Übernahmeziele oder Fusionspartner genau durchleuchten und auch die eigene Situation kritisch prüfen, so die Experten des Beratungs- und Dienstleistungsunternehmens. Hierzu haben die Consultants eine Art Schnelltest mit zehn zentralen Fragen entwickelt.

„Vor einer Übernahme sollte vorab, neben einer Due-Diligence, die eigene strategische Zielsetzung definiert werden. Das Unternehmen muss genau wissen, wonach es sucht und ein Team aufstellen, das in der Lage ist, die angepeilten Ziele schnell umzusetzen. Der von uns entwickelte Schnelltest hilft den Nutzen einer Akquisition im Voraus besser einzuschätzen“, sagt Armin L. Rau, Geschäftsführer von Jefferson Wells Deutschland.

„Auch bei einem geplanten Verkauf können Unternehmen viele dieser Fragen auf einzelne Unternehmensbereiche anwenden – und auf Basis der Ergebnisse über den Verkauf entscheiden“, so Rau weiter.

Strategische Interessen

Eine unsichere Wirtschaftslage bietet oft optimale Gelegenheiten für Übernahmen. Zusätzlich verleitet der gegenwärtig niedrige Dollarkurs Unternehmen förmlich zu unüberlegten M&A-Aktivitäten, bei denen gerne die Grundregeln von Transaktionen über Bord geworfen werden. Leider vergessen Unternehmer dabei oft, dass vor allem in Krisenzeiten die realistische Einschätzung der Übernahmeobjekte erschwert ist. Durch vermeintliche Schnäppchen verlieren sie ihre langfristigen strategischen Interessen aus den Augen.

Die Fragen von Jefferson Wells klären darüber auf, ob eine Übernahme wirklich den Interessen des Unternehmens dient und mit welchen Unternehmen und Geschäftszweigen die größten Synergieeffekte zu erzielen sind. Je mehr Fragen mit „Ja“ beantwortet werden, desto höher fällt der potentielle Nutzen der Akquisition aus. Für den Fall, dass nur wenige Fragen positiv beantwortet werden können, ist die Übernahme kritisch zu überdenken. Die Wachstumschance könnte sich dann schnell als Bremsmotor entpuppen.

„Der Kauf eines Unternehmens scheint verlockend, wenn die Qualität hoch und der ausgeschriebene Preis niedrig sind. Falls sich das vermeintliche Schnäppchen jedoch nur schwer in das eigene Unternehmen integrieren lässt, ist aggressives, organisches Wachstum meist die bessere Alternative“, so Rau.

Hier die zehn wichtigsten Fragen und Grundsätze, die Unternehmen vor einer Übernahme analysieren sollten:

1.    Gewinnt das Unternehmen durch die Übernahme eine neue Technologie, ein neues Produkt oder einen neuen Prozess?

2.    Wird das bestehende Portfolio durch die neue Produktlinie sinnvoll ergänzt?

3.    Verbessert sich durch durch die Expansion in weitere Gebiete der Kundenservice?

4.    Lässt sich durch M&A-Aktivitäten das Betriebsergebnis steigern?

5.    Erwirbt das Unternehmen die Eigentumsrechte an dem gewünschten Produkt?

6.    Werden durch die Übernahme das Management Team und die Unternehmenskultur gestärkt?

7.    Eröffnet die M&A neue Möglichkeiten, Kostensenkungsmaßnahmen einzuleiten?

8.    Hilft die geplante Übernahme dabei, die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern?

9.    Wurde von Kundenseite der Wunsch geäußert, Unternehmen aus der Branche oder in einem bestimmten geographischen Gebiet zuzukaufen?

10.   Besteht innerhalb der bestimmten Industrie Bedarf an Zukäufen –   aus strategischer, regulatorischer oder wirtschaftlicher Sicht?

 
  Datum: 16.05.2008

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