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Simon-Kucher & Partners mit Studie zum Thema Green Insurance Drucken E-Mail

Frankfurt am Main / Zürich, 30. April 2008 – s&k/pan. Öko liegt im Trend. Und jetzt springt auch noch die Versicherungswirtschaft auf diesen Zug auf: Die Unternehmen wollen umweltfreundliche Versicherungsprodukte – so genannte Green Insurance Tarife – auf den Markt bringen. Die Branchenexperten Dirk Schmidt-Gallas und Verena Beeck vom Beratungsunternehmen Simon-Kucher & Partners haben per Umfrage unter deutschen Versicherern ermittelt, ob sich Green Insurance zu einem dauerhaften Geschäft entwickeln kann und welche Besonderheiten dabei zu beachten sind.

Gut 50 Prozent der befragten Versicherungsmanager sind überzeugt, dass wachsendes Umweltbewusstsein auch in dieser Branche Spuren hinterlassen wird. Sie sind der Ansicht, dass sich an Nachhaltigkeit orientierte Produkte zu einem dauerhaften und nennenswerten Geschäft entwickeln werden.

Höhere Zahlungsbereitschaft

Hauptmotivation der Befragten, Green Insurance Tarife anzubieten, sind zum einen die vermutete höhere Zahlungsbereitschaft und zum anderen die Hoffnung, aufgrund des besseren Risikoprofils des Green Insurance-Kundensegments die Kostenposition verbessern zu können.

Insgesamt sehen die Unternehmen im Green Insurance Segment die Möglichkeit, dem wachsenden Preisdruck zu entgehen und überdurchschnittliche Margen zu erzielen.

Allerdings scheint es nicht einfach, hier erfolgreich zu sein. Davon sind insbesondere die Anhänger nachhaltiger Produktstrategien überzeugt. Sie vermuten ein deutlich erhöhtes Anforderungsniveau.

Wenn ein Versicherungsunternehmen nachhaltige Tarife anbieten will, muss es glaubwürdig sein. Für 90 Prozent der Befragten müssen daher die Green Insurance Aktivitäten zum Gesamtgeschäft passen.

Die Glaubwürdigkeit kann auch durch anerkannte Institutionen unterstützt werden. So sehen 80 Prozent der Befragten Zertifizierungen und Siegel von Unternehmen wie WWF oder Greenpeace als wichtigen Qualitätsfaktor.

Kleine, aber feine Nische

„Green Insurance hat unter Umständen das Potenzial, sich zu einer kleinen, aber feinen Nische zu entwickeln“, sagt Verena Beeck. Aber nur, wenn es den Anbietern gelinge, den hohen Anforderungen dieses kritischen und überaus gut informierten Kundensegments gerecht zu werden. Market Excellence und eine genaue Kenntnis der Kunden, seien daher noch wichtiger als im regulären Versicherungsgeschäft, so die Beraterin.

Wenn Versicherungsanbieter in Green Insurance einsteigen, sollten sie nach Ansicht der Experten in vier Schritten vorgehen:

1) Strategie-Check: Wie glaubwürdig wird mein Unternehmen in der Zielgruppe wahrgenommen? Lohnt es sich überhaupt einzusteigen?

2) Ausloten von Kooperationsmöglichkeiten: Brauche ich zwingend einen Partner, um meinem Angebot zu Glaubwürdigkeit zu verhelfen? Welcher Partner hat aus Sicht der Zielgruppe die höchste Zugkraft?

3) Ermitteln von Kundenpräferenzen und Zahlungsbereitschaft: An welchen Stellen unterscheiden sich Green Insurance Kunden in Ihren Präferenzen für Produktfeatures und in Ihrer Zahlungsbereitschaft? Reichen die herkömmlichen Produkte plus Siegel oder sind vollkommen neue Produkte notwendig?

4) Eine fundierte Entscheidung treffen und zielgerichtet Produkte mit einem optimierten Pricing entwickeln.
_______

Dr. Dirk Schmidt-Gallas ist Partner im Competence Center Financial Services von Simon-Kucher & Partners Strategy & Marketing Consultants. Als Head of Insurance berät er führende Versicherer weltweit. Verena Beeck ist Director im Züricher Büro von Simon-Kucher & Partners.

 
  Datum: 18.05.2008

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