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PKF: Gute Unternehmenskultur schützt vor Wirtschaftskriminalität Drucken E-Mail

Hamburg, 7. Mai 2008 - pkf/pan. Spionage, Spesenbetrug, Unterschlagung - das Risiko für Unternehmen, Opfer einer Stratftat zu werden, ist erschreckend hoch. Statistisch gesehen trifft es jedes zweite Unternehmen in Deutschland einmal pro Jahr, so das Wirtschaftsprüfer-Netzwerk PKF. Doch die Unternehmen können sich wehren. Die Experten von PKF raten dazu, ein internes Kontrollsystem aufzubauen, die Belegschaft zu sensibilisieren und auf bestimmte Alarmsignale zu achten - zum Beispiel, wenn ein Mitarbeiter partout keinen Urlaub nehmen will.

Straftaten am Arbeitsplatz sind in den meisten Fällen vermeidbar, wenn die Führung eines Unternehmens ihr internes Kontrollsystem gegenüber allen Mitarbeitern verständlich kommuniziert hat und dessen Regeln konsequent anwendet.

Management als Vorbild

"Unterschlagung, Betrug oder Wirtschaftsspionage setzen immer ein Motiv und eine konkrete Gelegenheit zur Straftat voraus. Motive sind oft schwer zu erkennen, aber die Gelegenheiten kann man verhindern", sagt Christoph Balk, Partner der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PKF Fasselt Schlage Lang und Stolz in Duisburg, "klare Compliance-Regeln und eine Vorbildrolle des Managements wirken da präventiv".

Jedes Unternehmen sollte deshalb ein so genanntes internes Kontrollsystem (IKS) einsetzen. "Wichtig ist, dass Mitarbeiter die Regeln verstehen und die Symptome auch erkennen, die auf die Umgehung von internen Kontrollen hinweisen", sagt Christoph Balk von PKF Fasselt Schlage Land und Stolz, "dazu sollte es regelmäßige Schulungen geben."

Folgende drei Signale sollten dabei ernst genommen werden:

- Vorbehalte gegen die Durchführung von internen Kontrollen: Wenn man Argumente wie "das haben wir noch nie gemacht" oder "wir können unsere Mitarbeiter doch nicht pauschal verdächtigen" akzeptiert, kann das schnell zu einem Nährboden für unredliche Handlungen werden.

- Ausweichende Antworten: Konkrete Fragen zu Geschäftsvorgängen im Rahmen einer Revision sind ganz normal. Genauer hinhören sollte man, wenn die Antworten nur oberflächlich plausibel sind. "Strategische Gründe" sollten keine Begründung sein, wenn entgegen der üblichen Praxis unbekannte und nicht von der Einkaufsabteilung bewertete Lieferanten beauftragt werden.

- Kein Urlaub: Aufmerksam werden sollte man, wenn ein Mitarbeiter in Schlüsselpositionen längere Zeit gar keinen Urlaub mehr genommen hat. Denn wer etwas zu verbergen hat, lässt ich nicht gern in die Karten schauen. Es könnte aber auch nur sein, dass jemand vor Überlastung geschützt werden muss.

Aber Vorsicht: Diese Signale sind lediglich ein Hinweis auf mögliche Symptome. Niemals sollten Verantwortliche voreilige Schlüsse ziehen, denn schnell sind Persönlichkeitsrechte verletzt, schnell können falsche Verdächtigungen eine gute Unternehmenskultur beschädigen.

 
  Datum: 16.05.2008

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