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Europas Berater hinken hinter USA her Drucken E-Mail
managementberaterPeterborough, 5. Januar 2004 - pan. Die Nachfrage nach den Dienstleistungen der Consultants zieht an, und zwar vor allem in den Vereinigten Staaten. Europa schneidet enttäuschend ab.



Wenn es um die Zuwachsraten in den Schlüsselmärkten der Consultingbranche geht, tragen die West-Europäer neuerdings die rote Laterne. Sie lösen damit das frühere Schlusslicht USA ab. Eigentlich nicht verwunderlich, denn bei den Amerikanern hatte sich das Geschäftsklima nach dem Platzen der New-Economy-Blase weitaus stärker abgekühlt, als in Europa oder in Japan. Jetzt scheinen die alten Verhältnisse wieder hergestellt. So jedenfalls liest sich eine jetzt erschienene Studie des Marktforschungsunternehmens Kennedy Information, Peterborough. Die US-Experten rechnen damit, dass die Wachstumsraten der Consulting-Industrie in den USA, Europa und Japan bis zum Jahr 2006 bei durchschnittlich knapp fünf Prozent liegen werden. West-Europa werde dabei mit lediglich 3,7 Prozent Umsatzwachstum am schlechtesten abschneiden, so die Studie. Und: Die Marktforscher schätzen die Geschäftsaussichten für die deutschen Consultants deutlich schlechter ein, als die der Briten.

Die Nachfrage nach den Dienstleistungen der Berater entwickelt sich nicht nur von Land zu Land ganz unterschiedlich. Auch die Bedeutung einzelner Klientengruppen verändert sich rapide. Früher waren es vor allem die Banken, Versicherungen und andere Finanzdienstleister, die den Consultants den meisten Umsatz garantierten. Diese werden jetzt in ihrer Bedeutung abgelöst durch Regierungen, Kommunen und andere Klienten aus dem öffentlichen Sektor. Die Finanzdienstleister werden bis Ende 2006 auf Platz zwei der weltweiten Nachfrage zurückfallen, gefolgt von der Gesundheitsindustrie, schätzen die Marktforscher. Die früher weitaus bedeutenderen Klienten in der Telekommunikationsbranche und den Medien sowie im Handel werden laut Kennedy Information bestenfalls an vierter und fünfter Stelle rangieren.

Das Geschäft der IT-Berater werde sich wieder stärker beleben, prophezeien die US-Experten. Sie würden besonders stark vom "Schlüsseltrend Outsourcing" profitieren. Auch Strategieberatung werde wieder an Wert gewinnen, heißt es in der Studie. Kein Grund zum Jubeln: Die Goldenen Zeiten der Consulting-Industrie, in denen mancher Unternehmenschef Großaufträge während einer Golfpartie vergeben habe, sind längst vorbei. Sie kommen auch nicht wieder. Grund: Die Klienten werden immer kritischer und gewiefter. Sie tauschen ihre Erfahrungen untereinander aus und stellen immer mehr Ex-Consultants ein, die genau wissen, wie sie mit ihresgleichen umzugehen haben.

Mehr Informationen zu der Studie "The Global Consulting Marketplace 2004-2006" auf der Website von Kennedy Information, Inc, Peterborough, USA: www.kennedyinfo.com

 
  Datum: 16.05.2008

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